Tierisch viel PS! – Tiere im Arbeitseinsatz

Thema: Tiere im Arbeitseinsatz

Kontext: Tiere im Arbeitseinsatz, Tierhaltung und Zucht, landwirtschaftliches Arbeiten im Wandel der Zeit, Tier als wertvoller Rohstofflieferant, Wertigkeit von Tieren und tierischen Produkten, Motorisierung in der Landwirtschaft

Inhalte des Praxisbausteins: Schuften wir ein Ochse! Diese Redewendung kennt jeder. Vor der Motorisierung in der Landwirtschaft galten Ochsen und Rinder, Pferde und sogar Ziegen und Hunde als wichtige »Arbeitsgeräte«: Als Helfer bei der Landbewirtschaftung und beim Transport von Lasten und Personen waren sie unerlässlich. Pferde, Ochsen und vor allem Rinder übernahmen die schweren Zugarbeiten bei der Bodenbearbeitung. Zum Transport kleinerer Lasten wurden Hunde oder Ziegen eingespannt. Die Ziege machte »Karriere« als Kuh des kleinen Mannes: Die Anschaffungskosten für ein Tier waren weitaus geringer als für eine Kuh, ebenso ihr Unterhalt. Darüber hinaus stellte die Ziege – wie auch die Kuh – ein wichtiger Rohstofflieferant dar, der seinen Besitzer mit Milch, Fleisch und Leder versorgte. Mit der Verbreitung des Traktors gegen Ende der 1950er-Jahre und der allgemeinen Motorisierungswelle verloren Arbeitstiere hierzulande in der Landwirtschaft allmählich an Bedeutung. Im LVR-Freilichtmuseum Lindlar kann man heute noch Rinder und Pferde im Arbeitseinsatz beobachten. Dort werden unter anderem Rinder der alten Haustierrasse Rotes Höhenvieh und Rheinische Kaltblutpferde gehalten. In diesem Praxisbaustein erfahren die Schülerinnen und Schüler Wissenswertes über Arbeitstiere in der Landwirtschaft, über Zucht und Haltung der PS-starken Helfer. Thematisiert wird dabei auch die hohe Bedeutung, der Wert der Tiere für die Besitzer als Arbeitstier und Rohstofflieferant. Im Anschluss an den Rundgang stellen die Schülerinnen und Schülern unter Einsatz von Muskelkraft ihre eigne Butter her. Diese wird mit frischem Brot gemeinsam verspeist.