Mindestens haltbar bis ... ein Vorrat für magere Zeiten

Thema: Techniken der Vorratshaltung/Haltbarmachung von Lebensmitteln

Kontext: Verfügbarkeit und Vielfalt von Nahrungsmitteln, regionale/saisonale Ernährung/Lebensmittel, ressourcenschonende Ernährung, Hauswirtschaften/Planen, Lebensmittelverschwendung, Wertigkeit von Lebensmitteln, Herstellungsprozesse, Ernährungsverhalten früher/heute, Techniken der Haltbarmachung

Inhalte des Praxisbausteins: Ob frisches Obst, Gemüse, Fleisch oder Fisch: ein Gang zum Supermarkt genügt, und wir werden fündig – egal zu welcher Jahreszeit. Die permanente Verfügbarkeit einer sehr großen Auswahl an Lebensmitteln ist für uns heutzutage selbstverständlich. Vor rund 80 Jahren sah dies vor allem bei der ländlichen Bevölkerung ganz anders aus. Gegessen wurde, was Haus und Hof hergaben. Um auch in den kalten Monaten nicht hungern zu müssen, war eine sorgfältige Vorratsplanung und -haltung lebensnotwendig: Ein gut gefüllter Vorratskeller sicherte das Überleben im Winter. Kühlschränke wurden erst ab den 1960er-Jahren erschwinglich. Davor gab es in vielen ländlichen Haushalten sogenannte Eisschränke. Sie boten die einzige Möglichkeit, leicht verderbliche Speisen für eine kurze Zeit frisch zu halten. Wie also funktionierte die Vorratshaltung ohne Kühlschrank, Kühltruhe und Konservierungsmittel? Um Getreide, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Eier, Milch oder Fleisch haltbar zu machen und vor Schädlingen zu schützen, wandten die Menschen eine Vielzahl zum Teil jahrhundertealter Techniken wie Einsäuern, Pökeln, Räuchern, Einkochen oder Dörren an. Diese Techniken lernen die Schülerinnen und Schüler kennen. Sie erfahren nicht nur, welcher Aufwand dahinter steckte und welche Gerätschaften es zur Verarbeitung bedurfte, sondern probieren diese auch aus. Gemeinsam verarbeiten sie Lebensmittel und bereiten daraus eine Mahlzeit, die abschließend gegessen wird. Zur Zubereitung des Mahls gehört auch die Beschaffung von Brennholz und das Feuermachen auf dem Sparherd.

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Material: Bitte Glas mit Schraubverschluss mitbringen!

Ablauf/Dauer: 4 Stunden; die Gruppe wird geteilt: Die erste Hälfte nimmt am Praxisbaustein »Mindestens haltbar bis ...« teil, die andere Hälfte am Praxisbaustein »Kleine Zeitreise durchs Bergische Land – ein Museumsrundgang«. Nach 1, 5 Std. wird gewechselt. In der letzten Stunde wird gemeinsam gegessen.